Aktion Courage e.V. ist beunruhigt über die Zunahme gewalttätiger antisemitischer Übergriffe in Deutschland

Sanem Kleff. Foto: Christian Pohlenz

Die Vereinsvorsitzende Sanem Kleff erklärt: „Wir räumen der Bekämpfung der verschiedenen Formen des Antisemitismus einen großen Stellenwert ein. In unserem Leitprojekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ finden an vielen Schulen seit Jahren regelmäßig und zahlreiche Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen zum Thema statt. Wir werden diese Bemühungen nach den Sommerferien in dem Courage-Netzwerk fortführen und intensivieren.

In dem jüngst von Aktion Courage e.V. herausgegebenen Handbuch ‚Islam & Schule’ stellen wir Handlungsansätze vor, wie in der Schule präventiv gegen islamistische, salafistische und dschihadistische Ideologen und Ideologien, bei denen Antisemitismus eine sehr große Rolle spielt, gearbeitet werden kann.

Aber auch andere Formen von Ideologien der Ungleichwertigkeit haben für uns weiterhin eine hohe Priorität, denn  leider häufen sich neben den antisemitischen Übergriffen auch Übergriffe gegenüber Flüchtlinge und Roma. Auch die zunehmende Muslimfeindschaft bleibt ein wichtiges Thema.“

Bundesfachtag 2014

Foto: Aris Papadopoulos/bpb

Vom 25. bis 27. Juni hat unter dem Titel „Wie wollen wir Zusammenleben? Das Courage-Netzwerk - Herausforderungen, Handlungsfelder und Methoden“ die diesjährige Bundesfachtagung von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage stattgefunden.

Thematisch widmete sich die Tagung in diesem Jahr den methodischen und organisatorischen Herausforderungen des Courage-Netzwerks.

Herausforderungen, Handlungsfelder und Methoden
Was bedeutet es, wenn Schulen zum Rekrutierungsfeld für Dschihadisten und Salafisten werden; wenn Rechtsextremisten manchen Teile Deutschlands in No-Go-Areas verwandeln und Religionskritik zu Rassismus wird?

Und welche inhaltlichen, methodischen und organisatorischen Antworten hat das Courage-Netz auf Antiziganismus, Antisemitismus, Homophobie, Muslimfeindlichkeit, Islamismus und dem Thema Flucht & Asyl.

Mit diesen Fragen haben sich die MultiplikatorInnen des Netzwerks auf der diesjährigen Bundesfachtagung beschäftigt. Hier geht es zum Programm

Und hier findet Ihr ausfürhliche Berichte zu den Vorträgen und Workshops.

Handbuch Islam & Schule

Welches Wissen über die Themenfelder Islam, Muslime, Muslimfeindlichkeit, Islamismus und Dschihadismus benötigen LehrerInnen und PädagogInnen im schulischen Alltag?

Das Handbuch ‚Islam & Schule‘ motiviert dazu, diese komplexen Themen aufzugreifen. Es bietet Hintergrundinformationen und Anregungen für die pädagogische Auseinandersetzung und folgt einem religionsübergreifenden, an den universellen Menschenrechten orientierten Ansatz.

Für eine begrenzte Zeit erhalten Sie das Handbuch für den Sonderpreis von 19,95 € inklusive Versand. Der reguläre Preis beträgt 25,00 €. Download Flyer oder Bestellen

Weitere Informationen zum Handbuch

Zu Gast beim Bundespräsidenten

Leiterin Sanem Kleff mit Bundespräsident Joachim Gauck

Anlässlich des 65. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte war die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navanethem Pilley, zu Gast bei Bundespräsident Joachim Gauck. Eingeladen zur Matinee ins Schloss Bellevue war auch das Projekt von Aktion Courage e.V.: Schule ohne Rasssimus - Schule mit Courage.

Mete-Ekşi-Preis 2013

Preisverleihung im Rathaus Berlin-Charlottenburg

Am Samstag, den 16.11.2013, wurde zum 13. Mal der Mete-Ekşi-Preis verliehen. In diesem Jahr geht der 1. Preis an die Klasse 6a der Fichtelgebirge-Grundschule für ihr Projekt „Äpfel und Granaten – Mein Ich geht durch deinen Laden – Toleranz suchen“. Den 2. Preis erhält die Gebrüder-Montgolfier-Schule in Treptow-Köpenick, eine der aktivsten Courage-Schulen Berlins. Ziel der Schulgemeinschaft ist es, in einem Bezirk mit einer großen rechtsextremen Szene etwas zu verändern. Auf Aufmärsche der Nazis folgten Gegendemonstrationen, auf Plakataktionen der Rechtsextremisten folgten Informationsveranstaltungen. Der Höhepunkt war ein großes Hoffest unter dem Motto „Wir bekennen Farbe – für Zivilcourage ". Der Mete-Ekşi-Preis erinnert an den jungen Mete Ekşi, der 1991 starb, weil er bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Her­kunft versuchte zu schlichten.

Gewerkschaftstag

Vom 12. bis zum 16. Juni 2013 war Aktion Courage e.V. mit seinem Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage auf dem GEW-Gewerkschaftstag in Düsseldorf vertreten. Die Deligierten beschlossen u.a. die "Beibehaltung der Unabhängigkeit und Absicherung der Förderung der zivilgesellschaftlichen Initiative Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.

Den Beschluss können Sie hier lesen

AC-Vorsitzende Sanem Kleff im Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD)
AC-Vorsitzende Sanem Kleff im Gespräch mit Sigmar Gabriel (SPD)
Christian Lindner (FDP)
Christian Lindner (FDP)
Jürgen Trittin (Bündnis 90/Grüne) und
Jürgen Trittin (Bündnis 90/Grüne) und
Gregor Gysi (Fotos: Kay Herschelmann)
Gregor Gysi (Die Linke); Fotos: Kay Herschelmann

Erst Hoyerswerda, dann Rostock-Lichtenhagen, danach Mölln und schließlich Solingen. Am 29. Mai vor 20 Jahre starben fünf Menschen bei dem Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç. Diese gewalttätigen Übergriffe waren der Anlass für die Gründung von Aktion Courage e.V.

Aktiv gegen Rassismus

gesehen auf dem Landestreffen in NRW (15.-17.2.2013), Foto: Renate Bonow

Wie entsteht Rassismus an Schulen? Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus erklärte Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage und Leiterin der Bundeskoordination von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Mitte März im Deutschlandfunk: "Der Courage-Titel ist kein TÜV-Schild sondern eine Selbstverpflichtung gegen Rassismus, Diskriminierung, Sexismus, Mobbing und Gewalt an der Schule vorzugehen." Aktuell werden gerade wieder in vielen Bundesländern sogenannte Schulhof-CDs verteilt, mit der rechtsextreme Gruppierungen versuchen, in der Schülerschaft neue Anhänger zu finden. Niemand brauche da zu denken, an seiner Schule bestehe keine Gefahr, sagt Sanem Kleff.

Deutschlandfunk, 16.3.2013

Bitterfeld-Wolfen ohne Rassismus

Titelverleihung, Foto: BItterfelder Spatz

Am 28. Januar 2013 verlieh Aktion Courage e.V. der Stadt Bitterfeld-Wolfen in einem Festakt den Titel „Stadt gegen Rassismus – Stadt mit Courage“. Bitterfeld-Wolfen ist damit die siebte Stadt in Deutschland und nach Quedlinburg die zweite Stadt in Sachsen-Anhalt, die die Voraussetzung für diesen Titel erfüllt.

Weitere Informationen über die Titelverleihung finden Sie auf unserer Projektseite von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Gedenken an die NSU-Opfer

Explodiertes Wohnhaus von Beate Tschäpe in Zwickau, Foto: André Karwath
Explodiertes Wohnhaus von Beate Tschäpe in Zwickau, Foto: André Karwath

Vor einem Jahr, am 4. November 2011, wurde die Mordserie des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ öffentlich bekannt. 13 Jahre lang konnte die Neonazigruppe unerkannt zehn Menschen in Deutschland ermorden und weitere durch Bombenanschläge verletzen. Das Tatmotiv: Rassismus. Dazu Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage e.V.: „Die rassistischen Morde wurden von der Terrorzelle langfristig geplant und systematisch durchgeführt, obwohl die Sicherheitsdienste die Täter bereits seit Jahren im Blick hatten. Wie konnte das geschehen? Diese Frage ist auch ein Jahr nach Bekanntwerden der Morde nicht beantwortet.

Die gesamte Erklärung lesen Sie hier

Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

Damalige Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber, Foto: mc005

Vor zwanzig Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen zum ersten Pogrom von Deutschen gegenüber Ausländern nach 1945. Diese fünf Tage im August 1992 gingen als die massivsten rassistischen Ausschreitungen in die deutsche Nachkriegsgeschichte ein. Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage e.V.: „Diese beschämenden Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen waren die Geburtsstunde einer Zivilgesellschaft im gerade geeinten Deutschland. Denn die Lehre lautete: Die Bekämpfung des Rechtsextremismus darf künftig nicht mehr allein dem Staat überlassen werden. Deshalb wurde 1992 der Verein Aktion Courage e.V. gegründet. Der Verein hat sich in den zurückliegenden 20 Jahren mit couragierten Aktionen gegen gewalttätigen und offenen Rassismus ebenso engagiert wie gegen unterschwelligen und alltäglichen Rassismus im Betrieb und auf Ämtern, in Schule und Universität, im Freizeit- und privaten Bereich.“

 

Handeln gegen Rechts

von links: Prof. Hajo Funke, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, AC-Vorsitzende Sanem Kleff, Foto: bmj

Was tun gegen Rechtsextremismus? Am 18. August 2012 diskutierte die Vorsitzende von Aktion Courage e.V., Sanem Kleff, mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberg über Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus. An der Podiumsdiskussion, wie die Ursachen des Rechtsextremismus entschiedener bekämpft werden können, nahmen auch der FU-Professor Hajo Funke und Ulrich Schellenberg von der „DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt“ teil.

 

Weitere Informationen finden Sie hier


Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz

Noch bis Ende September haben engagierte Initiativen, Vereine und Einzelpersonen die Möglichkeit, beim Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" vom Bündnis für Demokratie und Toleranz mitzumachen. Gesucht werden vorbildliche, zur Nachahmung geeignete zivilgesellschaftliche Projekte für eine demokratische und tolerante Gesellschaft.

In diesem Jahr soll der Blick auf Projekte gelenkt werden, die bewusst Menschen einbeziehen, die noch nicht zivilgesellschaftlich aktiv sind.

Weitere Infos zum Wettbewerb beim  Bündnis für Demokratie und Toleranz

"Der Islam gehört dazu"

Foto: Schule ohne Rassismus - Schule mti Courage

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist der Islam inzwischen ein fester Bestandteil Deutschlands. "Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu", sagte sie beim Besuch der Friedensburg-Oberschule, einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", in Berlin. Sie widerspricht damit CDU-Konservativen wie dem Innenminister Hans-Peter Friedrich und Unionsfraktionschef Volker Kauder.
Weitere Infos auf Zeit Online

Internationaler Tag gegen Rassismus

Erklärung des Forums gegen Rassismus

Die Mitglieder des Forums gegen Rassismus gedenken am Internationalen Tag gegen Rassismus der Opfer der sogenannten “Zwickauer Zelle“ (...) Wir drücken den Angehörigen der Opfer unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl aus.
Wir nehmen mit Sorge zur Kenntnis, dass Ressentiments und Vorurteile gegen Menschen mit tatsächlichem oder vermeintlichem Migrationshintergrund und gegen andere benachteiligte Gruppierungen in Teilen der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland verbreitet sind.

Lesen Sie hier weiter

Schweigen und Erinnern

Am Gedenktag für die Opfer der rechtsterrroristischer Morde beteiligte sich neben Aktion Courage e.V. auch das Courage-Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". So gedachten bundesweit viele Schulen mit eigenen Aktionen an die Opfer. Sie beteiligten sich an der Schweigeminute, riefen zu Kundgebungen gegen Rassismus auf und veranstalteten Projekttage:

 

Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg
Seelandschule Nachterstedt
BBS Südliche Weinstraße

Gedenken an die Opfer

Die Vorsitzende von Aktion Courage e.V. und Leiterin der Bundeskoordination von „Schule ohne Rassismus“, Sanem Kleff, hat am 23. Februar 2012 an der bewegenden Gedenkfeier für die Opfer der rassistischen Morde in Berlin teilgenommen. Im Anschluss hatte sie die Gelegenheit, mit dem künftigen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, zu sprechen. Sanem Kleff bedankte sich für sein bisheriges Engagement in dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und bat Gauck, sich künftig auch dem Thema Rassismus stärker zu widmen. Sanem Kleff wörtlich: „Herr Gauck, wir brauchen von Ihnen nun ein klares, unmissverständliches Wort, dass die Bekämpfung des Rassismus für Sie ganz oben mit auf ihrer Prioritätenliste steht. Nehmen Sie die Eindrücke des heutigen Gedenkens mit auf den Weg in ihr künftiges Amt.“

"Die Angst vor Anschlägen bleibt"

Barbara John, Kuratoriumsmitglied von Aktion Courage e.V. und Ombudsfrau für die Opferangehörigen, spricht in einem Interview mit der taz über die Versäumnisse von Polizei und Politik, über Aufklärung und Erinnerung.

John: "Für die Angehörigen ist wichtig, dass ihr guter Ruf, ihre persönliche Ehre und die der Opfer öffentlich betont und wiederhergestellt werden. Für uns als Gesellschaft ist bedeutsam, dass wir das widerfahrene Unrecht, den Verlust an Menschenleben, das Leid der Familien mitempfinden."

Das ganze Interview lesen Sie hier

Morde aufklären, Opfer unterstützen

Mahnwache für die Opfer von Rassismus am 13.11.2011: Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden; Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung; Sanem Kleff, Vorsitzende Aktion Courage e.V.; Erhart Körting, Innensenator Berlin; Alisan Genc, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (v.l.n.r.); Foto: Steffi Loos/dapd
Mahnwache für die Opfer von Rassismus am 13.11.2011: Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden; Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung; Sanem Kleff, Vorsitzende Aktion Courage e.V.; Erhart Körting, Innensenator Berlin; Alisan Genc, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (v.l.n.r.); Foto: Steffi Loos/dapd

Rund 30 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern mit folgender Erklärung anlässlich des fünften Integrationsgipfels einen stärkeren Einsatz gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Hier lesen Sie die gesamte Erklärung

Den Worten müssen Taten folgen

Angesichts der rassistischen Mordserie, die eine rechtsterroristische Zelle in den letzten Jahren in Deutschland verübte, erklärt Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage e.V.: „Ein bloßes Erschrecken der politisch Verantwortlichen vor der Kaltblütigkeit der Täter und die Feststellung, diese Taten seien beschämend für Deutschland, reichen nicht aus. Jetzt müssen Initiativen, die sich rechtsextremen Ideologien und Akteuren entgegenstellen und dafür geeignete Methoden und Instrumente der Prävention entwickeln, in ihrer Arbeit gestärkt werden.

Lesen hier weiter

Staatsministerin Böhmer für Courage

Staatsministerin für Integration: Maria Böhmer, Foto: REGIERUNGonline
Staatsministerin für Integration: Maria Böhmer, Foto: REGIERUNGonline

Am 7. Dezember 2011 erklärte Staatsministerin Maria Böhmer: "Die Präventionsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus muss nachhaltig angelegt sein. Ich halte es für notwendig, dass in jeder Schule die Bekämpfung von Rassismus auf der Tagesordnung steht.

Neonazis darf keine Möglichkeit gegeben werden, Kinder und Jugendliche mit ihrem rassistischen Gedankengut zu beeinflussen. Vorbildcharakter hat das Projekt "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage". Es vereint 1000 Schulen mit 750.000 Schülern, die sich für eine gewaltfreie und tolerante Gesellschaft einsetzen.


Den gesamten Text lesen Sie hier

Weniger Geld gegen Rechts

Foto: bpb/Lars Welding
Foto: bpb/Lars Welding

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung und Förderer von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Thomas Krüger, beklagt, dass die Arbeit der BpB gegen rechtsradikales Gedankengut wegen Mittelkürzungen ab 2012 drastisch eingeschränkt werden muss.

Krüger: "Die bpb gab in den letzten Jahren jährlich mehr als zwei Millionen Euro für Projekte aus. Dabei haben wir uns vor allem um infrastrukturell wichtige bundesweite Vorhaben gekümmert, die rechtsextreme Umtriebe im Internet auswerten, Eltern und Lehrer von Jugendlichen berät, die in die rechtsextremen Netzwerke geraten und Schüler in dem Projekt Schule ohne Rassismus aktiviert, selber für Demokratie und Toleranz einzustehen. (...) Leider hat die Regierungskoalition aktuell die Mittel der bpb (...) um fast 20 Prozent kürzen müssen. Wir werden deshalb zwangsläufig unsere Arbeit einschränken müssen, obwohl wir mehr machen müssten.

Das Interview im Wortlaut finden Sie hier

Zu Gast beim Bundespräsidenten

Bundespräsident Christian Wulff mit Courage-Schülerin, Foto: Aris Papadopoulos

Am 9. November 2011 erhielt die Autorin und Zeitzeugin Margot Friedlander von Bundespräsident Christian Wulff das Bundesverdienstkreuz. Im Rahmen der Zeremonie las Frau Friedlander vor SchülerInnen aus "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" aus ihrer Autobiografie.


15 Monate hatte sich Frau Friedlander von 1943 bis 1944 in Berlin mit Hilfe von Mitbürgern verstecken können und wurde dann doch nach Theresienstadt deportiert. Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie.

Den Bericht einer Schülerin über die Verleihung finden Sie hier


ELAC - Integration von MigrantInnen im Alter

Preisverleihung am 9. Februar in Brüssel: (v.l.n.r.) Staatssekretärin Marlis Bredehorst, Suzanne Munday (MECOPP, Edinburgh, 1. Preis), Dr. Monika Wulf-Mathies. Foto: Thierry Monasse
Preisverleihung am 9. Februar in Brüssel: (v.l.n.r.) Staatssekretärin Marlis Bredehorst, Suzanne Munday (MECOPP, Edinburgh, 1. Preis), Dr. Monika Wulf-Mathies. Foto: Thierry Monasse

ELAC for migrant elders – first "European Local Authorities Competition on Good Practices on the Support for Migrant Elders’ Initiatives".

Kulturelle und ethnische Vielfalt im Alter als Chance für die Städte und Gemeinden Europas! Kommunen sind Hauptakteure, wenn es um die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürger geht.

2010/2011 wurde der erste europäische Wettbewerb ausgetragen, der innovative kommunale Initiativen zur Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auszeichnet. Aktion Courage e.V. ist der Projektträger. Mehr Informationen über ELAC for migrant elders


15 Jahre SOR-SMC - Festakt im Jüdischen Museum

"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" feierte am Sonntag, den 13. Juni 2010 sein 15-jähriges Jubiläum mit einem Festakt in Berlin. 400 Gäste kamen in den Glashof des Jüdischen Museums. 

Die Veranstaltung bildete einen würdigen Abschluss für das Bundestreffen 2010, das unter dem Motto "Land der Vielfalt – wie wollen wir zusammenleben" stand. Mehr Informationen über das Schulnetzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Brigitte Erler, Gründerin von Aktion Courage, gratuliert Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Foto: Metin Yilmaz
Brigitte Erler, Gründerin von Aktion Courage, gratuliert Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Foto: Metin Yilmaz
Anläßlich des Bundestreffens 2010 trafen sich über 200 Schülerinnen und Schüler in Berlin. Gruppenfoto am 11.06.2011 vor dem Jüdischen Museum Berlin. Foto: Metin Yilmaz
Anläßlich des Bundestreffens 2010 trafen sich über 200 Schülerinnen und Schüler in Berlin. Gruppenfoto am 11.06.2011 vor dem Jüdischen Museum Berlin. Foto: Metin Yilmaz
(v.l.n.r.) Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschatf Erziehung und Wissenschaft, Cem Özdemir, Sanem Kleff, Eberhard Seidel, Brigitte Erler und Hartmut Brocke, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI). Foto: Metin Yilmaz
(v.l.n.r.) Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschatf Erziehung und Wissenschaft, Cem Özdemir, Sanem Kleff, Eberhard Seidel, Brigitte Erler und Hartmut Brocke, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI). Foto: Metin Yilmaz
Cem Özdemir ist Gründungsmitglied von "Schule ohne Rassismus". Sanem Kleff überreicht dem Politiker ein Foto von der Pressekonferenz zum Auftakt der Aktion im Jahr 1995. Mit auf dem Foto sind u.a. Ignatz Bubis und der Sänger Smudo. Foto: Aris Papadopoulos
Cem Özdemir ist Gründungsmitglied von "Schule ohne Rassismus". Sanem Kleff überreicht dem Politiker ein Foto von der Pressekonferenz zum Auftakt der Aktion im Jahr 1995. Mit auf dem Foto sind u.a. Ignatz Bubis und der Sänger Smudo. Foto: Aris Papadopoulos

Kontakt

Aktion Courage e.V.

Ahornstr. 5
10787 Berlin

Tel.: 030 - 21 45 86 0
Fax: 030 - 21 45 86 20

E-Mail: info[at]aktioncourage.org

Das Courage-Netzwerk

Die Broschüre Wer wir sind – Was wir tun
Titelseite der Broschüre

Vor knapp achtzehn Jahren hat Aktion Courage die Initiative "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ins Leben gerufen. Unter der Leitung der Vorstandsvorsitzenden Sanem Kleff hat sich die Initiative zum größten Schulnetzwerk in Deutschland entwickelt.

Die Broschüre Broschüre "Klimawechsel in der Schule. Das Courage-Netzwerk. Wer wir sind, was wir tun" (PDF-Datei, ca. 3,5 MB) erzählt die Erfolgsgeschichte dieses Projektes und informiert, auf welchen innovativen Handlungsansätzen und Methoden dieser Erfolg beruht.

1.250 Schulen ohne Rassimus

An rund 1.250 Schulen setzen sich etwa eine Million SchülerInnen für einen Klimawechsel in ihrer Schule und für ein demokratisches Miteinander ein. Das AC-Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist damit das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Es setzt erfolgreich auf die Eigeninitiative und das Engagament von SchülerInnen ud LehrerInnen.

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