Den Worten müssen Taten folgen

- Mahnwache für die Opfer von Rassismus am 13.11.2011: Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden; Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung; Sanem Kleff, Vorsitzende Aktion Courage e.V.; Erhart Körting, Innensenator Berlin; Alisan Genc, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (v.l.n.r.); Foto: Steffi Loos/dapd
Angesichts der rassistischen Mordserie, die eine rechtsterroristische Zelle in den letzten Jahren in Deutschland verübte, erklärt Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage e.V.: „Ein bloßes Erschrecken der politisch Verantwortlichen vor der Kaltblütigkeit der Täter und die Feststellung, diese Taten seien beschämend für Deutschland, reichen nicht aus. Jetzt müssen Initiativen, die sich rechtsextremen Ideologien und Akteuren entgegenstellen und dafür geeignete Methoden und Instrumente der Prävention entwickeln, in ihrer Arbeit gestärkt werden. Aktion Courage e.V. bietet mit seinem Leitprojekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ eine gute Möglichkeit, gemeinsam mit kompetenten Kooperationspartnern mehr Aufklärung und Prävention zu einem festen Bestandteil der schulischen Arbeit zu machen. Tausend Schulen in allen Bundesländern zeigen, wie eine hohe Sensibilisierung gegenüber allen Ideologien der Ungleichwertigkeit, insbesondere dem Rassismus an den Schulen entwickelt und nachhaltig verankert werden kann.“
Staatsministerin Böhmer für Courage
Am 7. Dezember 2011 erklärte Staatsministerin Maria Böhmer: "Die Präventionsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus muss nachhaltig angelegt sein. Ich halte es für notwendig, dass in jeder Schule die Bekämpfung von Rassismus auf der Tagesordnung steht.
Neonazis darf keine Möglichkeit gegeben werden, Kinder und Jugendliche mit ihrem rassistischen Gedankengut zu beeinflussen. Vorbildcharakter hat das Projekt "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage". Es vereint 1000 Schulen mit 750.000 Schülern, die sich für eine gewaltfreie und tolerante Gesellschaft einsetzen.
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Appell gegen Rechtsradikalismus
Vor-Ort-Initiativen gegen rechte Gewalt und Projekte zur Hilfe von Opfern fordern eine Umkehr in der Politik staatlicher Behörden gegen rechtsextremen Terror und Gewalt.
“Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn wir seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen Gelegenheitstätern warnen, sind wir geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der rassistischen Mordserie. Wir verlangen jetzt eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.
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Weniger Geld gegen Rechts
Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung und Förderer von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Thomas Krüger, beklagt, dass die Arbeit der BpB gegen rechtsradikales Gedankengut wegen Mittelkürzungen ab 2012 drastisch eingeschränkt werden muss.
Krüger: "Die bpb gab in den letzten Jahren jährlich mehr als zwei Millionen Euro für Projekte aus. Dabei haben wir uns vor allem um infrastrukturell wichtige bundesweite Vorhaben gekümmert, die rechtsextreme Umtriebe im Internet auswerten, Eltern und Lehrer von Jugendlichen berät, die in die rechtsextremen Netzwerke geraten und Schüler in dem Projekt Schule ohne Rassismus aktiviert, selber für Demokratie und Toleranz einzustehen. (...) Leider hat die Regierungskoalition aktuell die Mittel der bpb (...) um fast 20 Prozent kürzen müssen. Wir werden deshalb zwangsläufig unsere Arbeit einschränken müssen, obwohl wir mehr machen müssten.
Das Interview im Wortlaut finden Sie hier
Zu Gast beim Bundespräsidenten
Am 9. November 2011 erhielt die Autorin und Zeitzeugin Margot Friedlander von Bundespräsident Christian Wulff das Bundesverdienstkreuz. Im Rahmen der Zeremonie las Frau Friedlander vor SchülerInnen aus "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" aus ihrer Autobiografie.
15 Monate hatte sich Frau Friedlander von 1943 bis 1944 in Berlin mit Hilfe von Mitbürgern verstecken können und wurde dann doch nach Theresienstadt deportiert. Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie.
Den Bericht einer Schülerin über die Verleihung finden Sie hier
ELAC - Integration von MigrantInnen im Alter

- Preisverleihung am 9. Februar in Brüssel: (v.l.n.r.) Staatssekretärin Marlis Bredehorst, Suzanne Munday (MECOPP, Edinburgh, 1. Preis), Dr. Monika Wulf-Mathies. Foto: Thierry Monasse
ELAC for migrant elders – first "European Local Authorities Competition on Good Practices on the Support for Migrant Elders’ Initiatives".
Kulturelle und ethnische Vielfalt im Alter als Chance für die Städte und Gemeinden Europas! Kommunen sind Hauptakteure, wenn es um die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürger geht.
2010/2011 wurde der erste europäische Wettbewerb ausgetragen, der innovative kommunale Initiativen zur Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auszeichnet. Aktion Courage e.V. ist der Projektträger. Mehr Informationen über ELAC for migrant elders
15 Jahre SOR-SMC - Festakt im Jüdischen Museum
"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" feierte am Sonntag, den 13. Juni 2010 sein 15-jähriges Jubiläum mit einem Festakt in Berlin. 400 Gäste kamen in den Glashof des Jüdischen Museums.
Die Veranstaltung bildete einen würdigen Abschluss für das Bundestreffen 2010, das unter dem Motto "Land der Vielfalt – wie wollen wir zusammenleben" stand. Mehr Informationen über das Schulnetzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"







