Gedenken an die Opfer

Am Donnerstag, den 23. Februar 2012 findet in Berlin ein zentraler Gedenk-Akt der Verfassungsorgane des Bundes für die Opfer der neonazistischen Mordserie statt.

Aktion Courage e.V. und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ rufen alle Akteure des Netzwerkes auf, an diesem Tag in geeigneter Form der Opfer zu gedenken und damit ein deutliches Zeichen der Verurteilung neonazistischen Terrors zu setzen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und viele andere zivilgesellschaftlichen Organisationen rufen dazu auf, um 12.00 Uhr eine Schweigeminute für die Opfer der rechtsextremistischen Gewalt einzulegen.

Damit die Vielfalt der Aktionen sichtbar wird, bitten wir darum, an diesem Tag Fotos und Infos/Kommentare an unsere Facebook-Adresse zu schicken: www.facebook.com/SchuleohneRassismus

"Die Angst vor Anschlägen bleibt"

Barbara John, Kuratoriumsmitglied von Aktion Courage e.V. und Ombudsfrau für die Opferangehörigen, spricht in einem Interview mit der taz über die Versäumnisse von Polizei und Politik, über Aufklärung und Erinnerung.

John: "Für die Angehörigen ist wichtig, dass ihr guter Ruf, ihre persönliche Ehre und die der Opfer öffentlich betont und wiederhergestellt werden. Für uns als Gesellschaft ist bedeutsam, dass wir das widerfahrene Unrecht, den Verlust an Menschenleben, das Leid der Familien mitempfinden."

Das ganze Interview lesen Sie hier

Morde aufklären, Opfer unterstützen

Mahnwache für die Opfer von Rassismus am 13.11.2011: Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden; Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung; Sanem Kleff, Vorsitzende Aktion Courage e.V.; Erhart Körting, Innensenator Berlin; Alisan Genc, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (v.l.n.r.); Foto: Steffi Loos/dapd
Mahnwache für die Opfer von Rassismus am 13.11.2011: Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden; Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung; Sanem Kleff, Vorsitzende Aktion Courage e.V.; Erhart Körting, Innensenator Berlin; Alisan Genc, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (v.l.n.r.); Foto: Steffi Loos/dapd

Rund 30 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern mit folgender Erklärung anlässlich des fünften Integrationsgipfels einen stärkeren Einsatz gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Die Mordserie und die Anschläge der rechtsextremen Terrorgruppe haben uns erschüttert. Unfassbar ist, dass die untergetauchte Gruppe mit Unterstützung eines breiten Netzwerks mehr als ein Jahrzehnt unbehelligt Gewalttaten begehen konnte. Und dies trotz Beobachtung der Neonazi-Szene durch Verfassungsschutz und andere staatliche Organe. 
Hier lesen Sie die gesamte Erklärung

Den Worten müssen Taten folgen

Angesichts der rassistischen Mordserie, die eine rechtsterroristische Zelle in den letzten Jahren in Deutschland verübte, erklärt Sanem Kleff, Vorsitzende von Aktion Courage e.V.: „Ein bloßes Erschrecken der politisch Verantwortlichen vor der Kaltblütigkeit der Täter und die Feststellung, diese Taten seien beschämend für Deutschland, reichen nicht aus. Jetzt müssen Initiativen, die sich rechtsextremen Ideologien und Akteuren entgegenstellen und dafür geeignete Methoden und Instrumente der Prävention entwickeln, in ihrer Arbeit gestärkt werden. Aktion Courage e.V. bietet mit seinem Leitprojekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ eine gute Möglichkeit, gemeinsam mit kompetenten Kooperationspartnern mehr Aufklärung und Prävention zu einem festen Bestandteil der schulischen Arbeit zu machen. Tausend Schulen in allen Bundesländern zeigen, wie eine hohe Sensibilisierung gegenüber allen Ideologien der Ungleichwertigkeit, insbesondere dem Rassismus an den Schulen entwickelt und nachhaltig verankert werden kann.“

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Staatsministerin Böhmer für Courage

Staatsministerin für Integration: Maria Böhmer, Foto: REGIERUNGonline
Staatsministerin für Integration: Maria Böhmer, Foto: REGIERUNGonline

Am 7. Dezember 2011 erklärte Staatsministerin Maria Böhmer: "Die Präventionsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus muss nachhaltig angelegt sein. Ich halte es für notwendig, dass in jeder Schule die Bekämpfung von Rassismus auf der Tagesordnung steht.

Neonazis darf keine Möglichkeit gegeben werden, Kinder und Jugendliche mit ihrem rassistischen Gedankengut zu beeinflussen. Vorbildcharakter hat das Projekt "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage". Es vereint 1000 Schulen mit 750.000 Schülern, die sich für eine gewaltfreie und tolerante Gesellschaft einsetzen.


Den gesamten Text lesen Sie hier

Weniger Geld gegen Rechts

Foto: bpb/Lars Welding
Foto: bpb/Lars Welding

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung und Förderer von "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Thomas Krüger, beklagt, dass die Arbeit der BpB gegen rechtsradikales Gedankengut wegen Mittelkürzungen ab 2012 drastisch eingeschränkt werden muss.

Krüger: "Die bpb gab in den letzten Jahren jährlich mehr als zwei Millionen Euro für Projekte aus. Dabei haben wir uns vor allem um infrastrukturell wichtige bundesweite Vorhaben gekümmert, die rechtsextreme Umtriebe im Internet auswerten, Eltern und Lehrer von Jugendlichen berät, die in die rechtsextremen Netzwerke geraten und Schüler in dem Projekt Schule ohne Rassismus aktiviert, selber für Demokratie und Toleranz einzustehen. (...) Leider hat die Regierungskoalition aktuell die Mittel der bpb (...) um fast 20 Prozent kürzen müssen. Wir werden deshalb zwangsläufig unsere Arbeit einschränken müssen, obwohl wir mehr machen müssten.

Das Interview im Wortlaut finden Sie hier

Zu Gast beim Bundespräsidenten

Bundespräsident Christian Wulff mit Courage-Schülerin, Foto: Aris Papadopoulos

Am 9. November 2011 erhielt die Autorin und Zeitzeugin Margot Friedlander von Bundespräsident Christian Wulff das Bundesverdienstkreuz. Im Rahmen der Zeremonie las Frau Friedlander vor SchülerInnen aus "Schulen ohne Rassismus - Schulen mit Courage" aus ihrer Autobiografie.


15 Monate hatte sich Frau Friedlander von 1943 bis 1944 in Berlin mit Hilfe von Mitbürgern verstecken können und wurde dann doch nach Theresienstadt deportiert. Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie.

Den Bericht einer Schülerin über die Verleihung finden Sie hier


ELAC - Integration von MigrantInnen im Alter

Preisverleihung am 9. Februar in Brüssel: (v.l.n.r.) Staatssekretärin Marlis Bredehorst, Suzanne Munday (MECOPP, Edinburgh, 1. Preis), Dr. Monika Wulf-Mathies. Foto: Thierry Monasse
Preisverleihung am 9. Februar in Brüssel: (v.l.n.r.) Staatssekretärin Marlis Bredehorst, Suzanne Munday (MECOPP, Edinburgh, 1. Preis), Dr. Monika Wulf-Mathies. Foto: Thierry Monasse

ELAC for migrant elders – first "European Local Authorities Competition on Good Practices on the Support for Migrant Elders’ Initiatives".

Kulturelle und ethnische Vielfalt im Alter als Chance für die Städte und Gemeinden Europas! Kommunen sind Hauptakteure, wenn es um die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürger geht.

2010/2011 wurde der erste europäische Wettbewerb ausgetragen, der innovative kommunale Initiativen zur Integration älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auszeichnet. Aktion Courage e.V. ist der Projektträger. Mehr Informationen über ELAC for migrant elders


15 Jahre SOR-SMC - Festakt im Jüdischen Museum

"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" feierte am Sonntag, den 13. Juni 2010 sein 15-jähriges Jubiläum mit einem Festakt in Berlin. 400 Gäste kamen in den Glashof des Jüdischen Museums. 

Die Veranstaltung bildete einen würdigen Abschluss für das Bundestreffen 2010, das unter dem Motto "Land der Vielfalt – wie wollen wir zusammenleben" stand. Mehr Informationen über das Schulnetzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

Brigitte Erler, Gründerin von Aktion Courage, gratuliert Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Foto: Metin Yilmaz
Brigitte Erler, Gründerin von Aktion Courage, gratuliert Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Foto: Metin Yilmaz
Anläßlich des Bundestreffens 2010 trafen sich über 200 Schülerinnen und Schüler in Berlin. Gruppenfoto am 11.06.2011 vor dem Jüdischen Museum Berlin. Foto: Metin Yilmaz
Anläßlich des Bundestreffens 2010 trafen sich über 200 Schülerinnen und Schüler in Berlin. Gruppenfoto am 11.06.2011 vor dem Jüdischen Museum Berlin. Foto: Metin Yilmaz
(v.l.n.r.) Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschatf Erziehung und Wissenschaft, Cem Özdemir, Sanem Kleff, Eberhard Seidel, Brigitte Erler und Hartmut Brocke, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI). Foto: Metin Yilmaz
(v.l.n.r.) Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschatf Erziehung und Wissenschaft, Cem Özdemir, Sanem Kleff, Eberhard Seidel, Brigitte Erler und Hartmut Brocke, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Sozialpädagogisches Institut (SPI). Foto: Metin Yilmaz
Cem Özdemir ist Gründungsmitglied von "Schule ohne Rassismus". Sanem Kleff überreicht dem Politiker ein Foto von der Pressekonferenz zum Auftakt der Aktion im Jahr 1995. Mit auf dem Foto sind u.a. Ignatz Bubis und der Sänger Smudo. Foto: Aris Papadopoulos
Cem Özdemir ist Gründungsmitglied von "Schule ohne Rassismus". Sanem Kleff überreicht dem Politiker ein Foto von der Pressekonferenz zum Auftakt der Aktion im Jahr 1995. Mit auf dem Foto sind u.a. Ignatz Bubis und der Sänger Smudo. Foto: Aris Papadopoulos

Kontakt

Aktion Courage e.V.

Ahornstr. 5
10787 Berlin

Tel.: 030 - 21 45 86 0
Fax: 030 - 21 45 86 20

E-Mail: info[at]aktioncourage.org

Wer wir sind – Was wir tun

Die Broschüre Wer wir sind – Was wir tun
Titelseite der Broschüre

Vor knapp sechzehn Jahren hat Aktion Courage die Initiative "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ins Leben gerufen. Unter der Leitung der Vorstandsvorsitzenden Sanem Kleff hat sich die Initiative zum größten Schulnetzwerk in Deutschland entwickelt.

Die Broschüre "Wer wir sind – was wir tun" (PDF-Datei, 5MB) erzählt die Erfolgsgeschichte dieses Projektes und informiert, auf welchen innovativen Handlungsansätzen und Methoden dieser Erfolg beruht. Sie erscheint am 2. Mai 2011.

1000 Schulen ohne Rassimus

Am 14. Januar begrüßen wir mit dem Domgymnasium Naumburg in Sachsen-Anhalt die 1000. Schule im bundesweiten Netzwerk von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Rund 750.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und PädagogInnen besuchen damit eine Schule, die sich dazu verpflichtet hat, aktiv gegen Rassismus, jede Form von Diskriminierung und Mobbing vorzugehen.

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