Der pädagogische Ansatz
Die Mitarbeiterinnen des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften (Kooperationspartner für den Bonner Teil) arbeiten in den drei Bonner Kindertagesstätten nach einem Ansatz, der inzwischen als „Anti-Bias-Ansatz“ (wörtlich übersetzt: Anti-Voreingenommenheits-Ansatz) bekannt geworden ist. Ziel der Arbeit in den Kitas ist es, Prinzipien vorurteilsbewussten Lernens in der pädagogischen Arbeit zu verankern und dabei pädagogische Fachkräfte, Kinder und ihre Familien einzubeziehen.
Vorurteilsbewusstes Lernen basiert auf Selbstreflexion und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Schieflagen. Es geht um die Frage, wie Diskriminierung entsteht und wo und durch wen sie stattfindet.
Gesellschaftliche Hierarchien sind keine Fantasie, sondern Realität. Schon die Kinder lernen von klein auf, sich in diesen Hierarchien zu verorten. Auch wir haben dies alle gelernt bzw. lernen müssen und wir haben Erfahrungen damit gemacht, von anderen etikettiert zu werden. Die Hierarchie-Linien in unserer Gesellschaft verlaufen entlang von Systemen der Über- und Unterlegenheit. Trotz formeller Gleichberechtigung und Chancengleichheit erleben wir alltäglich ungleiche und auch ungerechte Behandlungen, sei es aufgrund der Herkunft, der Hautfarbe, des Geschlechts, des Alters, der Religionszugehörigkeit, körperlicher Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen, der sozio-ökonomischen Möglichkeiten etc. Zugleich sind Macht und Einfluss mit unserer jeweiligen Position in der Hierarchie verbunden. Sie bestimmt in hohem Maße unsere Handlungsfähigkeit, unseren Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen, unsere Bildungschancen und unsere Möglichkeiten der Lebensgestaltung.
Um selbst handlungsfähig zu sein im Sinne vorurteilsbewusster Arbeit, muss man zunächst die eigene Position erkennen und reflektieren. Wo wir selbst stehen in dieser Gesellschaft, ist zum Teil Zufall, zum Teil Ergebnis individueller Bemühungen. Je privilegierter unsere Position ist, um so weniger besteht die Notwendigkeit, über ihre Rechtmäßigkeit nachzudenken und zu hinterfragen, wie, warum und um welchen Preis dieses System der Über- und Unterlegenheit funktioniert.
Gesellschaftliche Hierarchien sind keine Fantasie, sondern Realität. Schon die Kinder lernen von klein auf, sich in diesen Hierarchien zu verorten. Auch wir haben dies alle gelernt bzw. lernen müssen und wir haben Erfahrungen damit gemacht, von anderen etikettiert zu werden. Die Hierarchie-Linien in unserer Gesellschaft verlaufen entlang von Systemen der Über- und Unterlegenheit. Trotz formeller Gleichberechtigung und Chancengleichheit erleben wir alltäglich ungleiche und auch ungerechte Behandlungen, sei es aufgrund der Herkunft, der Hautfarbe, des Geschlechts, des Alters, der Religionszugehörigkeit, körperlicher Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen, der sozio-ökonomischen Möglichkeiten etc. Zugleich sind Macht und Einfluss mit unserer jeweiligen Position in der Hierarchie verbunden. Sie bestimmt in hohem Maße unsere Handlungsfähigkeit, unseren Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen, unsere Bildungschancen und unsere Möglichkeiten der Lebensgestaltung.
Um selbst handlungsfähig zu sein im Sinne vorurteilsbewusster Arbeit, muss man zunächst die eigene Position erkennen und reflektieren. Wo wir selbst stehen in dieser Gesellschaft, ist zum Teil Zufall, zum Teil Ergebnis individueller Bemühungen. Je privilegierter unsere Position ist, um so weniger besteht die Notwendigkeit, über ihre Rechtmäßigkeit nachzudenken und zu hinterfragen, wie, warum und um welchen Preis dieses System der Über- und Unterlegenheit funktioniert.
Wir alle -ebenso wie die Institution Kita- sind aber Teil des gesellschaftlichen Systems, in dem es Schieflagen gibt, diskriminiert wird und Diskriminierung erfahren wird. Wo wir unreflektiert nur an Symptomen und Problemen herumdoktern, tragen wir - gewollt oder ungewollt – zur Fortsetzung der Hierarchie bei.
Das System wirkt sich aus auf uns persönlich, auf das Team, auf die Eltern, auf die Kinder, auf die Kita-Träger, auf das Umfeld etc., umgekehrt nehmen wir persönlich, das Team, die Eltern Einfluss und haben Auswirkung auf das System.
Der Anti-Bias-Ansatz fängt daher bei uns handelnden Menschen selbst an:
Wer vorurteilsbewusst arbeiten möchte, muss die eigene Entwicklung und Geschichte und die persönlichen Erfahrungen dabei einbeziehen, weil sie Teil des Problems sind. Schwierigkeiten im Umgang mit Vielfalt, Grenzen der Toleranz, Verständigungsschwierigkeiten und innere Widerstände sind eng mit der eigenen Haltung verbunden. Die eigene Haltung und die dahinter liegenden Voreingenommenheiten und Einseitigkeiten bewusst zu machen, ist der aktivste Weg, meine Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
Das System wirkt sich aus auf uns persönlich, auf das Team, auf die Eltern, auf die Kinder, auf die Kita-Träger, auf das Umfeld etc., umgekehrt nehmen wir persönlich, das Team, die Eltern Einfluss und haben Auswirkung auf das System.
Der Anti-Bias-Ansatz fängt daher bei uns handelnden Menschen selbst an:
Wer vorurteilsbewusst arbeiten möchte, muss die eigene Entwicklung und Geschichte und die persönlichen Erfahrungen dabei einbeziehen, weil sie Teil des Problems sind. Schwierigkeiten im Umgang mit Vielfalt, Grenzen der Toleranz, Verständigungsschwierigkeiten und innere Widerstände sind eng mit der eigenen Haltung verbunden. Die eigene Haltung und die dahinter liegenden Voreingenommenheiten und Einseitigkeiten bewusst zu machen, ist der aktivste Weg, meine Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.


"Kindergarten für alle".
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